Kursangebote für Erziehende, Lehrpersonen und Schulen

Innehalten - hinschauen - weiterdenken

Pädagogische Fragestellungen für den Schulalltag

An vier Halbtagen werden zentrale pädagogische Fragestellungen genauer betrachtet und ihre Bedeutung für den Unterrichtsalltag besprochen. Neben kurzen Inputs und Geschichten der Kursleitenden werden mit den Teilnehmenden mögliche Umsetzungen für die eigene Praxis gesucht. 

1. Einheit: „Alles eine Frage der Beziehung?“ – Pädagogische Beziehungen aufbauen und pflegen
Was ist mit „Beziehung“ im pädagogischen Umfeld  gemeint? Wie können tragfähige Beziehungen zu den einzelnen Lernenden im Unterrichtsalltag gefördert werden? Und wenn Kinderverhalten unsere besten Absichten torpedieren und das Beziehungsgefüge strapaziert wird?
 
2. Einheit: „Hinter das zur Schau Gestellte schauen“ – Der Blick auf die Person und ihr Potential
Kann durch eine bewusste Beziehungsgestaltung das Verhalten einzelner Lernender positiv beeinflusst werden? Was hilft, Rollenfixierungen und stereotype Interaktionsmuster zu durchbrechen?
 
3. Einheit: „Das ist mir wichtig!“ – Bedeutsamkeit schafft Motivation 
Wie „entsteht“ Motivation? Kann die Lehrperson das Wollen der Schüler und Schülerinnen „machen“? Wie sieht eine sinn- und werteorientierte Pädagogik aus?
 
4. Einheit: «Es isch wie’s isch!» - Tun, was jetzt möglich ist
Als Lehrperson bin ich mit Gegebenheiten konfrontiert, auf die ich kaum oder gar keinen Einfluss habe: Zusammensetzung der Klasse, zeitliche und räumliche Vorgaben, Lehrpläne und Lehrmittel, Erwartungen der Eltern an ihr Kind und an meinen Unterricht…
Wie finde ich einen gelassenen Umgang mit belastenden Vorgaben – fernab von Resignation oder Dauerärger? Wie gelingt es mir, meinen Gestaltungsraum zu sehen und sinnvoll zu nutzen?
 
Adressaten:

Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, in der Auseinandersetzung mit sich selbst und im Austausch mit andern ihr Wirken als Erziehende zu reflektieren, neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten kennen zu lernen und sie in ihrem Erziehungsalltag umzusetzen.

 

 

 

Erziehung macht Sinn - Einführung in die Existenzielle Pädagogik für Lehrpersonen und Schulteams

Die Existenzielle Pädagogik geht davon aus, dass das Streben des Menschen nach Sinn eine zentrale Antriebskraft für sein Handeln ist und somit intrinsische Motivation bewirkt. Sinnerfahrung ist die Voraussetzung, um sein Bestes zu geben, um freudvoll zu lernen und zu arbeiten, um eigenständig und eigenverantwortlich zu handeln, um sich in der Welt zurechtzufinden und um zu einer starken Persönlichkeit heranzuwachsen. Entsprechend stellt die Existenzielle Pädagogik die Frage in den Vordergrund: Wie lässt sich Schule gestalten, damit Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler im Schul- und Unterrichtsalltag Sinn erfahren?

Von Lehrpersonen verlangt dies Empathie und Wertschätzung gegenüber den Kindern, Verständnis für ihre Interessen, eine Begleitung, die Sicherheit und Struktur gibt und angemessene Herausforderungen bereithält. In der Begegnung mit authentischen Erziehenden und im Erleben sinnvoller Handlungen entwickelt sich die Person des Kindes – hin zu einem selbstbestimmten und sinnerfüllten Leben.

Gelingt es, die intrinsische Motivation der Kinder anzusprechen und nehmen die Kinder ihr Lernen vermehrt selber in die Hand, ist das für die Lehrperson gleichzeitig eine spürbare Entlastung. Die Freude und schöpferische Kraft der Kinder kann für die Lehrperson gleichzeitig ansteckend wirken und Bereicherung sein. Und nicht zuletzt trägt die eigene Sinnerfahrung für die Lehrperson zur eigenen Kraft, Motivation und Gesundheit bei.

Eine Schule, die die Sinnfrage ins Zentrum stellt, beschäftigt sich immer wieder mit zentralen Fragen, zum Beispiel:

  • Was ist uns als einzelne Lehrpersonen, aber auch gemeinsam für unsere Schule wichtig? Welchen Werten wissen wir uns verpflichtet?
  • Wie können wir einen Lernraum schaffen, in dem alle Beteiligten – Kinder und Lehrpersonen – ihre Aufgaben als sinnvoll erleben, sich sicher fühlen und ihr Bestes geben können?
  • Wie gelingt es Lehrenden und Lernenden, Beziehungen untereinander sowie zum Schulstoff zu gestalten, die zum Sinnerleben beitragen?

Durch Inputs, Fallbesprechungen und Auseinandersetzungen mit selbstgewählten Fragen werden die Grundanliegen einer sinnorientierten Pädagogik erarbeitet sowie Folgerungen für den Unterricht diskutiert und die Umsetzung vorbereitet.

 

Adressaten:

Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, in der Auseinandersetzung mit sich selbst und im Austausch mit andern ihr Wirken als Erziehende zu reflektieren, neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten kennen zu lernen und sie in ihrem Erziehungsalltag umzusetzen.

 

 

 

 
Diverse thematische Kurse für Lehrpersonen
 
 
"Das isch mer wichtig!" - Erziehung zum Selbstwert
 
Jedes Kind ist einzigartig und will als Person wahrgenommen und behandelt werden. Es ist am ehesten bereit, sich auf ein Gegenüber einzulassen, wenn es sich in seinen personalen Werten akzeptiert weiss.

Wie kann es Lehrpersonen gelingen, Kinder so zu begleiten, dass sie in ihrem Selbstwert gestärkt werden und dadurch auch offen für andere sind?
Auf der Grundlage der Existenziellen Erziehung werden in diesem Kurs Möglichkeiten aufgezeigt, wie das, was den einzelnen Kindern wichtig und wertvoll ist, bewusst wahrgenommen und im Unterricht gezielt berücksichtigt werden kann.

 
 

„Alles nur eine Frage der Beziehung?“  – Die Bedeutung der personalen Begegnung zwischen Lernenden und Lehrenden

Wie wichtig ist die Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler/Schülerin  für gelingendes Lernen?
Diese Frage wird nicht erst seit der Veröffentlichung der Hattiestudie („Die Lehrperson ist superwichtig!“) engagiert und kontrovers diskutiert. Einerseits wird eine positive Lehrer-Schüler-Beziehung als das entscheidende Kriterium für guten Unterricht dargestellt, andererseits wird vorschnell von "Kuschelpädagogik" gesprochen. 

Thematische Schwerpunkte: 

  • Die personale Begegnung als Grundlage des Unterrichtens
  • Lernen im Dialog
  • Respekt und Autorität durch Beziehung
 
 

"Mit Masken, Mythen und Musik" - Wertevermittlung im Unterricht

Existenzielle Fragen der Kinder werden im Unterricht thematisiert - konkret, bildhaft und altersgerecht. Wie gelingt es, dass sich das Besprochene im Schulalltag auswirkt, so dass neue Handlungsmöglichkeiten daraus erwachsen?
Erzählerische, szenische, musikalische und erlebnispädagogische Elemente eignen sich besonders gut, um das eigene Handeln zu reflektieren und neue Einsichten und Strategien zu entwickeln und zu trainieren - auch für Kinder, denen das "drüber rede" schwer fällt.

 

"Schlicht und einfach!“ - Mediation als präventive und konstruktive Konfliktbearbeitung

Soziales Leben - beruflich und privat - ist ohne Konflikte nicht vorstellbar. Häufig versuchen wir,  sie zu vermeiden, da sie schmerzhaft oder bedrohlich sind. Doch ungelöste Konflikte stören die Arbeit mit der Klasse und im Team oder die Zusammenarbeit mit Eltern und Behörden.
In diesem Kurs lernen wir die Methode der Mediation und mögliche Anwendungen im Schulalltag kennen, damit Konflikte frühzeitig wahrgenommen und sachlich(er) angegangen werden können.

 

"Respekt" - Werte klären und umsetzen im Unterricht

Gemeinsame Werte sind die Grundlage des Zusammenlebens - in der Familie, in der Klasse und in der Gesellschaft, hier und weltweit.
In diesem Kurs lernen die Teilnehmenden konkrete Möglichkeiten kennen, Werte in der Klasse zu thematisieren. Am Beispiel «Respekt» werden Unterrichtsideen bearbeitet, welche die Erfahrungswelt der Lernenden einbeziehen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufbauen, wie ein respektvoller(er) Umgang im Schulalltag gelingen kann.

Themen:
Was gilt eigentlich noch? Meine Werte, Werte in der Pädagogik, Umgang mit unterschiedlichen Werten, Werte vermitteln in der Schule
Zusammenleben in der Gruppe, Gruppendruck, zu sich stehen, sich anpassen, Rollenverhalten
Starke Kinder wehren sich, Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung, Zivilcourage

 

„Magierin, Held und Narr“  -  WERT-volle Geschichten geben Antwort auf existenzielle  Fragen

Wie können existenzielle Themen wie Gerechtigkeit, Achtsamkeit, Freundschaft und Erfolg/Misserfolg möglichst nahe an die Erfahrungswelt der Kinder gebracht werden? Mit Geschichten!
In diesem Kurs lernen wir geeignete Erzählungen aus aller Welt und den verschiedensten Kulturen und Religionen kennen und erarbeiten vielfältige Möglichkeiten, wie wir in der Klasse mit Bilderbüchern, Weisheitsgeschichten, Witzen, Fabeln und selbst erfundenen Geschichten Antworten auf drängende Fragen finden können.