Ausbildungen in Existenzieller Pädagogik

Ausbildungen in Existenzieller Pädagogik

Pädalogos - Aspekte einer Existenziellen Pädagogik

Die Existenzielle Pädagogik will zu einem selbstbestimmten und sinnerfüllten Leben befähigen. Ob Sohn oder Tochter, Enkelin oder Schüler – sie sollen selbstbewusst und belastbar ihr Potential entfalten und ihren Platz in der Welt einnehmen.  

Wie sieht eine solche Erziehung zum Selbstwert und zum (personalen) Sinn aus?

Wie werden Erziehende diesem Anspruch gerecht, ohne sich selber dabei aufzugeben?

Was bedeutet dies für die alltäglichen Herausforderungen im Zusammenleben?

In vier Modulen werden zentrale Aspekte einer sinn- und werteorientierten Erziehung erarbeitet und anhand von Geschichten aus der Erfahrungswelt der Kursleitung und im Austausch über Fallbeispiele der Teilnehmenden konkretisiert.

 

1. Einheit: Einen sicheren (Lebens-)Raum haben, Halt gewinnen

Der Mensch kommt auf die Welt in viele Gegebenheiten – wie kann er darin Fuss fassen, Wurzeln schlagen, Heimat finden? Wie gestalten wir in der Familie, in der Schule oder in pädagogischen Institutionen Räume, in denen Kinder sich sicher fühlen? Was gibt Halt und Orientierung im Leben? Welche Bedeutung haben Regeln und Rituale? Wo und wie setzen wir Grenzen, lassen uns auf eine Konfrontation ein? Und wie verträgt sich die mit dem Anliegen, die Kinder zur Freiheit zu erziehen?

2. Einheit: Erziehung ist Begegnung

Wenn ein Kind in seinem Leben entdeckt, dass es sich lohnt zu leben, entsteht daraus ein tiefes Wahrnehmen des Wertes, den das Leben hat. Wie können Erziehende Kindern diese Erfahrung ermöglichen? Wie zeigen sich existenzielle Begegnungen im Alltag und wie wirken sie sich auf das pädagogische Miteinander aus? Was bedeutet es, eine personale Beziehung aufzubauen und auch in herausfordernden Erziehungssituationen zu halten? Was bedeutet es, ein kraftvolles Gegenüber zu sein?

3. Einheit: Erziehung zur Eigenständigkeit

Die Grundlage für einen gesunden Selbstwert und für Authentizität ist die Erfahrung, dass man sich selbst sein darf: ICH bin ICH – einmalig und unverwechselbar – es ist gut für mich und die Welt, dass ich so bin. Wie kann dieses Ureigene entdeckt und gefördert werden? Wie können wir Kinder darin unterstützen, sich selbst in ihrer Einmaligkeit anzunehmen, sich über sich selbst zu freuen? Wie können Kinder und Jugendliche selbstbewusst und eigenverantwortlich leben, sich behaupten und gleichzeitig den Blick auf Andere und Anderes nicht verlieren?

4. Einheit: Werte umsetzen, sinnvolles Tun

Wenn Kinder für sie Bedeutsames umsetzen, sind sie eher bereit, sich anzustrengen. Sie können über sich selbst hinauswachsen und erleben Sinn. Das Leben wird mehrdimensional und reich.

Wie erschliessen Erziehende Kindern und Jugendlichen Tätigkeitsfelder, in denen personale Werte entdeckt und umgesetzt werden können? Inmitten von scheinbar unumstösslichen (?) Gegeben-heiten wie vollen Terminkalendern oder schulischen und gesellschaftlichen Zielvorgaben?  

Wie kann aus dem Müssen ein Wollen werden – geprägt von Lebensfreude und Sinnerfüllung?

 

Adressaten:

Eltern, Grosseltern, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagogen und alle an Pädagogik Interessierten, die bereit sind, in der Auseinandersetzung mit sich selbst und im Austausch mit andern ihr Wirken als Erziehende zu reflektieren, neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten kennen zu lernen und sie in ihrem Erziehungsalltag umzusetzen.

Leitung:

Doris und Andreas Hausheer, Werkstatt für Existenzielle Erziehung, Sempach

 

 

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